
Für alle Kinder zwischen sechs und 18 Jahren gibt es jetzt einen tollen Mitmach-Wettbewerb des Stadtjugendausschuss e. V.: Gesucht werden die schönsten und besten Motive zum Thema „Kinder haben Rechte“, die dann einen zeitlosen Jahres-Wandkalender zieren werden. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt es tolle Preise zu gewinnen, wie ein Cajòn vom Rock Shop, ein exklusives Slagline-Set von Experience Compact, einen Zirkusworkshop beim Zirkus Maccaroni aus Durlach, einen Tag im Aufnahmestudio des Soundtruck oder eine Konzertkarte des Jubez.
Der Erlös des Kalenderverkaufs geht vollständig zugunsten der UNICEF-Kinderstadt Karlsruhe. Der Stadtjugendausschuss e. V. wird beim Druck des Kalenders von der Druckerei Engelhardt & Bauer unterstützt. Die Jury besteht aus dem Vorsitzenden des Stadtjugendausschuss e. V., Christian Klinger, der Leiterin der UNICEF-AG Karlsruhe, Ursula Grass und Mitgliedern der UNICEF AG, der Leiterin des Kulturamts, Dr. Susanne Asche sowie Künstlern aus Karlsruhe. Die Preisträger werden in einer öffentlichen Veranstaltung Ende September bekannt gegeben.
Durchgeführt wird der Wettbewerb in zwei Altersklassen: Einmal für Kinder von 6 bis 13 Jahren und einmal für Jugendliche von 14 bis 18 Jahren. Das Siegermotiv jeder Altersklasse kommt auf den Kalender. Eingereicht werden können Bilder im A 3-Malblock-Format, die in jeder Form gestaltet sein dürfen. Einsendeschluss ist Mittwoch, 28. Juli. Wettbewerbsbeiträge bitte an den Stadtjugendausschuss e. V., Moltkestraße 22, 76133 Karlsruhe.
Karlsruhe ist UNICEF-Kinderstadt 2010
Damit das Jahr 2010 ein herausragendes Jahr für Kinder wird, ist die Beleiligung und Begeisterung vieler Menschen für die "Unicef -Kinderstadt 2010" von zentraler Bedeutung.
Darin liegt die Chance für alle Bürgerinnen und Bürger, sich ein Jahr lang intensiv mit der Situation von Kindern in Karlsruhe und weltweit auseinander zusetzen und deren Situation zu verbessern. Kinder sind der Maßstab für Kinderfreundlichkeit. Deshalb lässt sich Kinderfreundlichkeit nicht abstrakt definieren. Sie entsteht konkret und bewährt sich nur im Zusammensein mit den Kindern. Erst die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen von Anfang an heißt, die Rechte des Kindes wirklich ernst zu nehmen.
Karlsruhe ist bereits eine kinderfreundliche Stadt. Zum einen wurde in einem großen Beteiligungsprojekt der Karlsruher Kinderstadtplan entwickelt. Zum anderen hat die City Initiative Karlsruhe (CIK) gemeinsam mit dem Karlsruher Bundnis für Familien und einem profrssionellen Partnernetzwerk das Projekt Familienfreundlicher Service entwickelt. Ein weiteres Beispiel ist die mit allen großen Wohnungsbaugesellschaften in Karlsruhe entwickelte Kinderfreundliche Hausordnung, die zum Ziel hat, das Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern in Mehrfamilienhäusern friedlich zu regeln.
Karlsruhe ist Modellkommune im Projekt Qualitätsentwicklung im Kinderschutz und hat als Maßnahme gegen Kinderarmut den Karlsruher Kinderpass eingeführt. Das Kinderbüro der Stadt Karlsruhe setzt sich für die Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien ein. Seine Aufgabe ist es, den gesellschaftlichen Bedarf zu erkennen und aufzugreifen und hierzu innovative Handlungsstrategien, Methoden und Lösungen zu entwickeln. Schwerpunkte werden hierbei bei der Unterstützung der Erziehungskompetenz und Entlastung von Familien durch die Frühe Prävention, Familienbildung und dem Landesprogramm STÄRKE gesetzt.
Der Stadtjugendausschuss e.V. setzt bei der Bekämpfung von Kinderarmut in Karlsruhe einen seiner Schwerpunkte in der täglichen Arbeit. Grundsätzlich sind die regelmäßigen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit des Stadtjugendausschuss e.V. kostenlos zugänglich, so dass niemand ausgeschlossen ist. Kinder aus sozial benachteiligten Familien haben zudem die Möglichkeit, zu deutlich vergünstigten Konditionen an Ferienfreizeiten und -camps des Jugendfreizeit- und Bildungswerks (jfbw) teilzunehmen.
Außerdem hat der Stadtjugendausschuss e.V. in mehreren Kinder- und Jugendtreffs über die ganze Stadt verteilt das Angebot "mp13 - Die starke Mittagspause" gestartet - neben einer Hausaufgabenbetreuung wird dort unter anderem ein kostengünstiges und gesundes Mittagessen angeboten. Durch Spenden wird ermöglicht, dass die Kinder dort essen können.
Auch in der Jugendarbeit in den Verbänden - der Stadtjugendausschuss e.V. bildet das Dach von rund 40 Karlsruher Jugendverbänden - gibt es immer wieder Beispiele, wie es Kindern aus sozial schwachen Familien ermöglicht wird, an Bildungs- und Freizeitangeboten teilzunehmen. So können einkommensschwache Familien vom Sonderkonto Ferienhilfe einen Zuschuss für Ferienmaßnahmen bekommen, wenn ihre Kinder an Ferienmaßnahmen des StJA e.V. oder der Jugendverbände teilnehmen.
Haiti: Schutz vor Hunger, Krankheiten und Ausbeutung
Nach dem schweren Erdbeben in Haiti ist die Lage der Kinder verzweifelt: Viele sind schwer verletzt, haben ihre Eltern verloren. Wohnhäuser, Gesundheits-sationen und Schulen sind zerstört, mindestens zwei Millionen Menschen unmittelbar betroffen. Fast die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Viele waren schon vor der Katastrophe durch Mangelernährung geschwächt.
Viele Kinder stehen unter Schock. Sie haben erlebt, wie Eltern, Freunde oder Nachbarn verschüttet wurden. Sie sind weitgehend sich selbst überlassen. In den kommenden Wochen müssen Notschulen und Kinderzentren eingerichtet werden, um den Kindern Orientierung und seelische Unterstützung zu geben.
UNICEF hat sie Koordination der interationalen Hilfe im Bereich Wasser und Hygiene übernommen. Dies ist besonders wichtig, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Schon zu normalen Zeiten hat nur ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser.
In den hunderten provisorisch eingerichteten Notlagern wächst durch die katastrophalen hygienischen Bedingungen das Krankheitsrisiko. Aktuell versorgt UNICEF täglich fast 900.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser.
Eine große Impfkampagne ist gestartet, die 700.000 Kinder vor lebensge-fährlichen Krankheiten wie Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Tetanus schützen soll. Zusammen mit Partnern verteilt UNICEF therapeutische Zusatz- nahrung für unterernährte Kinder.
Hilfspakete mit Kinderkleidung, Unterwäsche, Sandalen und Decken für insge-samt 50.000 Kinder werden in Knderheimen ausgeliefert. UNICEF hat außerdem bislang 32 Schutzzonen für Kinder in Notaufnahmelagern eingerichtet. Hier werden die zum Teil völlig verstörten Mädchen und Jungen betreut. UNICEF hilft, unbegleitete Kinder zu registrieren und überlebende Angehörige zu suchen.
UNICEF setzt alles daran, den Kindern trotz der enormen Katastrophe so rasch wie möglich ein Stück Normalität zurück zu geben. So soll ein provisorischer Schulbetrieb rasch aufgenommen werden. Dazu werden Schulzelte und Lernmaterialien für Hunderttausende Kinder beschafft.
So helfen Sie den Kindern in Haiti
Burundi und das Überleben der Kinder und der Mütter
Burundi ist eines der ärmsten Länder der Welt: 80 Prozent der Einwohner müssen mit umgerechnet weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. In Burundi stirbt jedes fünfte Kind vor seinem fünften Geburtstag, d.h. jeden Tag sterben rund 200 Kinder unter fünf Jahren - die Haupttodesursachen sind Malaria, Lungenentzündung und Durchfallerkrankungen. Landesweit gibt es im Schnitt für je 20.000 Menschen nur einen Arzt. Bei drei von vier Geburten steht keine ausgebildete Helferin der Mutter bei. Auf 1.000 Geburten gerechnet sterben sechs werdende Mütter. UNICEF hat ein umfassendes Paket von Maßnahmen geschnürt, um Kinder und werdende Mütter besser zu versorgen. Konkrete Ziele sind:
Niger: Bildung für Mädchen und Mütter
Niger hat eine Bevölkerung von 13 Millionen, wobei 46 % davon jünger als 15 Jahre alt sind. Gemäß des HDI (Index der menschlichen Entwicklung in den Ländern der Welt) ist Niger an Stelle 174 von insgesamt 177 Ländern zu finden. In Niger leben 63 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, 34 % sogar in extremer Armut. Laut UNICEF sind nirgendwo sonst Kinder bei der Bildung so benachteiligt wie im südlichen Afrika: In Niger gehen rund eine Million Kinder nicht zur Schule. Jedes zweite Kind wird nicht einmal eingeschult. Für Mädchen stehen die Chancen auf Schulbesuch sogar noch schlechter. Sie werden häufig früh verheiratet. Mädchen leiden auch besonders unter der Tatsache, dass es im Schnitt nur an jeder fünften Schule Toiletten gibt. Während rund 28 % der erwachsenen Männer Lesen und Schreiben können, sind es nur 12 % der Frauen. Bildung ist die entscheidende Voraussetzung für ein besseres Leben: Kinder, die zur Schule gehen, haben später bessere Berufsaussichten. Und sie wissen, wie man gesund bleibt und sich zum Beispiel vor HIV/AIDS schützt. Besonders die Mädchenbildung hat für die Gesellschaft enorm weitreichende und positive Auswirkungen: Frauen mit Bildung heiraten meist später, bekommen weniger Kinder und können diese besser versorgen. Die Kindersterblichkeit sinkt, je länger die Mütter zur Schule gehen. Mädchen mit Schulbildung sind selbstbewusster und damit weniger gefährdet, misshandelt, sexuell missbraucht oder ausgebeutet zu werden.
Konkrete Ziele sind:
UNICEF hilft in ausgewählten Gemeinden, mehr Kinder in die Schule zu bringen und die Schulen "kinderfreundlich" zu gestalten. Dazu gehören Instandsetzung und Ausstattung von Klassenräumen. UNICEF stellt auch Schulmaterial bereit. Wichtig ist besonders die Zusammenarbeit mit den Eltern: So fördert UNICEF eigene Bildungskurse für die Mütter. Gemeinsam achten die Frauen darauf, welches Kind nicht zur Schule kommt und bieten den Familien Hilfe an.
| UNICEF Kinderstadt 2010 | |
|---|---|
| Ansprechpartner: | Christa Konetzke / Johannes Schmitz |
| Anschrift: | Moltkestr. 22 76133 Karlsruhe |
| Telefon: | 0721-1335605 |
| Telefax: | 0721-1335609 |
| E-Mail: | johannes.schmitz@projekte.karl... |
| Homepage: | http://www.karlsruhe.de/stadt/... |
| Bemerkungen: | Aktuelle Veranstaltungstermine siehe Link Homepage |
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